
Auf Einladung von GEA Westfalia Separator fand die diesjährige Herbsttagung der Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des Deutschen Braumeister- und Malzmeister–Bundes in Oelde statt. Rund 100 Mitglieder des Bundes nutzten dabei die Gelegenheit, sich über den aktuellen Status Quo beim Einsatz und Bau von Brauereizentrifugen aus erster Hand informieren zu können.
Nach der Begrüßung der Gäste im Besucher-Center ließ Dr. Stefan Pecoroni, Leiter Business Unit Getränketechnik, zuerst das erste Jahrhundert Bierseparation Revue passieren, das GEA Westfalia Separator in diesem Jahr feiern kann.
100 Jahre, viele Meilensteine
Der erste Bierseparator aus Oelde, so Pecoroni, kam 1909 in einer großen Wiener Brauerei zum Einsatz. Diese Separatoren arbeiteten damals noch mit einer liegenden Kammertrommel, die händisch geöffnet und vom abgeschleuderten Feststoff gereinigt werden musste.
Des Weiteren stellte Dr. Pecoroni einige zentrale Meilensteine in der Entwicklung der Separatorentechnik bis zu den aktuellen Maschinen kurz vor: So wurde 1925 der hermetische oder auch „schaumfreie“ Bier-Separator B11 20 konzipiert und kurz danach schon von deutschen und amerikanischen Brauereien eingesetzt. 1930 meldete Westfalia Separator beim Reichspatentamt das Gebrauchsmuster für eine Schleudertrommel mit selbsttätiger Schlammaustragung an. In den 1950-Jahren forcierte Westfalia Separator gezielt das Brauereigeschäft. Eingesetzt wurden zu jener Zeit Kammertrommel-Separatoren. Ende der 1960er-Jahre lösten dann die selbstentleerenden Separatoren die Kammertrommel-Separatoren ab. Und 1984 gelang mit der Einführung einer neuen Generation von selbstentleerenden Klär-Separatoren, die mit dem patentierten hydrostop-System für schnelle und präzise Entleerung ausgerüstet sind, ein erneuter entscheidender Entwicklungsschritt auf dem Brauerei-Sektor.
Seit 1988 beschäftigt sich der Oelder Zentrifugenspezialist darüber hinaus intensiv mit der Membran-Filtration, weil GEA Westfalia Separator in der Kombination von zentrifugaler Trenntechnik und Membran eine für viele Anwendungsfälle zukunftsweisende Lösung sieht. Bestes Beispiel dafür ist das patentierte und 2003 eingeführte PROFI-Verfahren zur Bierfiltration, das sich als „staubfreie“ Alternative inzwischen in Deutschland, Dänemark, USA, Osteuropa, Japan sowie Australien und Neuseeland im Praxiseinsatz bewährt.
Werksbesichtigung macht komplexe Separatorenherstellung erlebbar
Nach dieser theoretischen Einführung in die Geschichte und Zukunft der Bierseparation folgte eine ausführliche Werksbesichtigung. Dabei wurden den Besuchern alle wesentlichen Stationen der Separatorenherstellung von der Materialauswahl über die Trommel- und Tellerfertigung bis hin zu den Testständen, in denen alle Maschinen vor ihrer Auslieferung ausführlichen Praxistest und Messungen unterzogen werden, erläutert.
Besonders beeindruckend empfanden die Besucher hier die Möglichkeit, live erleben zu können, mit welchen hochkomplexen Methoden und Maschinen
GEA Westfalia Separator arbeitet, um in allen weltweit relevanten Marktsegmenten bzw. Anwendungen effiziente und betriebssichere Separatoren und Dekanter anbieten zu können.
Mit diesem Programm realisierte GEA Westfalia Separator, so die einhellige Meinung der Gäste vom Deutschen Brau- und Malzmeister-Bund, eine überaus gelungene weil hochinformative Veranstaltung, über deren vielfältige Eindrücke beim abschließenden gemeinsamen Ausklang noch lange diskutiert wurde.