
Das Trennen von flüssigen Substanzen ist nur eine der Aufgaben die mechanische Trenntechnik zu bewältigen hat. Das geschieht mit dem Separator bei extrem hohen Drehzahlen.
Ganz anders kann die Industrie die Fliehkraft nutzen, wenn ein Gemisch aus sehr unterschiedlichen flüssigen und festen Anteilen besteht. Dann kommet eine andere Zentrifugenbaurat zum Einsatz: der Dekanter.

In vielen Produktionsverfahren müssen Substanzen mit sehr unterschiedlichem Flüssigkeits- und Feststoffanteil verarbeitet werden - in der Lebensmittelproduktion bei Fruchtsäften und Stärke etwa, oder bei den großen Herausforderungen des Umweltschutzes.
Bei Feststoffanteilen von bis zu 60 % bewältigen Dekanter die Trennarbeit. Sie klären, trennen oder entwässern unterschiedlichste Substanzen.
Das zu klärende Flüssigkeits-/Feststoffgemisch gelangt durch ein zentral angeordnetes Einlaufrohr in den Separierraum. Die Feststoffe werden darin durch die Zentrifugalkraft nach außen an die Trommelinnenwand geschleudert. Die Förderschnecke, die mit einer anderen Drehzahl als der Trommelmantel dreht, transportiert die Feststoffe zum Konus der Trommel. Am Ende der Trommel verlässt der Feststoff über Austrittsöffnungen den Trommelmantel. Bei diesem Vorgang wird kontinuierlich Flüssigkeit abgetrennt.
Die geklärte Flüssigkeit strömt entgegengesetzt durch den zylindrischen Teil zum Ablauf und tritt frei aus.
Wie bei den Separatoren unterscheiden die Fachleute auch bei Dekantern zwischen Klär- und Trenndekantern. Ein Trenndekanter kann neben der Klärung auch noch Flüssigkeiten mit unterschiedlicher spezifischer Dichte von einander trennen.
Bei dieser so genannten Flüssig-/ Flüssig-/ Festtrennung gibt es einen weiteren Ablauf für die zweite Flüssigkeit.
Das zu trennende Produkt gelangt wiederum durch den zentral angeordneten Einlauf in den Separierraum und unterliegt damit der Zentrifugalkraft. Die beiden Flüssigkeitsphasen werden in der Trennzone in eine leichte und schwere Phase getrennt.
Die leichte Flüssigkeit bewegt sich in Richtung Trommelachse und tritt durch Regulierrohre aus. Die schwere Flüssigkeit bewegt sich dagegen nach außen in Richtung Trommelmantel und wird durch eine feststehende Schälscheibe unter Druck abgeleitet.
Der ausgeschleuderte Feststoff wird von der rotierenden Schnecke durch den konischen Teil der Trommel zum Austrag gefördert.
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