
Bis heute werden die meisten Fischereischiffe mit Dieselöl betrieben, das sich an Bord einfacher behandeln lässt als das hochviskose Schweröl. Doch der enorme Preisanstieg gerade bei den Dieselölen hat einen Umdenkprozess eingeleitet, der viele Betreiber von Fischereischiffen darüber nachdenken lässt, inwieweit eine Umstellung von Dieselöl auf das kostengünstigere Schweröl für sie lukrativ sein könnte. Neben der Kosten-Nutzen-Rechnung spielt aber auch noch die technische Machbarkeit eine entscheidende Rolle. Anders als beim Dieselöl muss das Schweröl für die Verbrennung in der Maschine besonders aufbereitet werden. Das ist die Aufgabe der Booster Unit, die Einspritzdruck und Einspritzviskosität einstellt.
Booster Units gehören zum essentiellen Equipment und müssen jederzeit voll funktionsfähig sein. Ein Ausfall führt zum Abschalten der Maschine und macht das Schiff manövrierunfähig. Aus diesem Grund werden Pumpen und Vorwärmer der Booster Unit redundant ausgeführt, was zu einem erhöhten Platzbedarf führt. Auf dieselbetriebenen Schiffen ist der zur nachträglichen Installation verfügbare Raum oftmals stark begrenzt, eine spätere Umrüstung auf Schweröl war beim Bau der Schiffe nicht eingeplant. Ebenso problematisch ist der Transport der Booster Unit im Rumpf des Schiffes zu ihrem vorgesehenen Platz. Hier kommen nur noch Individuallösungen zum Einsatz. Die Booster Unit wird deshalb in mehrere kleine Module aufgeteilt, die den freien Flächen angepasst werden. Entscheidend bei diesen Projekten ist die kurze Lieferzeit von teilweise nur wenigen Wochen.