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GEA Westfalia Separator Group
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Hightech-Trennlösung für den Overspray
bei der Autolackierung

E-Scrub revolutioniert die Autolackierung

 

Farbe ist eines der wichtigsten Mittel, um unsere Lebendigkeit und Kreativität zum Ausdruck zu bringen. Das ist beim Auto nicht anders. Die Farbe des eigenen Gefährtes verrät auch immer etwas über den Charakter des Besitzers – und die jeweilige gesellschaftliche Grundstimmung.

Source/Quelle: Eisenmann AG

Mit E-Scrub entwickelte die Eisenmann AG ein elektrostatisches Abscheidesystem für Nass-Lackieranlagen als hocheffiziente Alternative zu den klassischen Abscheideprinzipien. 

 

Anfang der 90er-Jahre war das Straßenbild mehrheitlich von klaren, auffälligen Farben geprägt. Dann setzten sich Silbergrau und Schwarz durch. Letzte Trendfarbe war Weiß. Das stand für Reinheit und Ehrlichkeit. Neuester Hype ist Braun sowie matter Lack. In den nächsten Jahren soll es wieder bunter werden, sagen die Trendforscher, 70er-Jahre-Retrolook könnte angesagt sein.

 

Egal wie, lackiert werden müssen sie alle. Und das geschieht in der Regel auf Autolackierstraßen einer der zwei weltweit führenden Hersteller von Lackieranlagen. Eisenmann mit Hauptsitz in Böblingen und Holzgerlingen sowie Niederlassungen rund um den Globus ist einer der beiden. Der international führende Systemanbieter hat nun mit E-Scrub ein Abscheideverfahren entwickelt, das die Autolackierung revolutioniert.

Elektrostatisches Abscheidesystem statt Wasserwand

Traditionell werden Autos lackiert, indem der Overspray – der Lack, der an der Karosserie vorbeisprüht – an einer Wasserwand niedergeschlagen wird. Dieses Wasser wird im Kreislauf nach einer chemischen Koagulation und Entklebung mittels Filtern oder Dekantern gereinigt. Großes Handicap dieses Verfahrens ist der hohe Energieaufwand. Je nach Lackierverfahren und Fahrzeugform beträgt der Anteil des Oversprays in etwa 25 bis 35 Prozent. Das sind beträchtliche Mengen. Mit E-Scrub hat die Eisenmann AG ein elektrostatisches Abscheidesystem für Nass-Lackieranlagen als hocheffiziente Alternative zu den klassischen Abscheideprinzipien entwickelt. Durch ihren Einsatz ist es möglich, die CO2-Emissionen durch Senkung des Energiebedarfs zu reduzieren. Darüber hinaus geht der Wasserverbrauch um bis zu 86 Prozent, der Chemikalienverbrauch um etwa 75 Prozent zurück. Die wesentliche Einsparung bleibt jedoch der Energieverbrauch, der sich um bis zu 75 Prozent reduziert. Außerdem ist eine Verminderung der Feinstaubemission um den Faktor 35 möglich.

Die Dekanter sorgen zuverlässig dafür, dass das Trennmittel auf einem stabilen Niveau bleibt, im Kreislauf wiederverwendet und auf die Abscheideplatten aufgetragen werden kann – für das nächste Auto.

Source/Quelle: Eisenmann AG

Das Verfahren im Detail

Unterhalb einer Gitterrostebene in der Spritzkabine befindet sich das elektrostatische Farbnebelabscheidesystem. Der Overspray wird angesaugt und durch das Abscheidesystem geführt. Die Abscheidemodule bestehen aus Hochspannungsdrähten und Abscheideplatten, die mit einem dünnen Trennmittelfilm benetzt werden. Die Hochspannungsdrähte ionisieren die Luftmoleküle in der Umgebung. Die Lackpartikel nehmen diese Ladung im Vorbeiströmen an und werden danach von der geerdeten Abscheideplatte angezogen. Hier werden die Lackpartikel gebunden und durch das Trennmittel entklebt. Das Trennmittel mit dem enthaltenen Overspray fließt dann in eine Auffangwanne.

Zentrifugale Trennlösung für die wertvolle Trennflüssigkeit

Genau hier setzt die Technologie der GEA Westfalia Separator Group ein, denn die Separierung der wertvollen, dünnviskosen Trennflüssigkeit von den Farbpartikeln verlangt eine Hightech-Trennlösung. Eisenmann vereinbarte deshalb mit der GEA Westfalia Separator Group eine längerfristige Zusammenarbeit für die Verfahrensentwicklung. Zunächst konzipierte die GEA Westfalia Separator Group Ende 2009 einen speziell modifizierten Dekanter UCE 205 mit einer Leistung von einem Kubikmeter pro Stunde für die Technikums- und Vorführanlage von Eisenmann in Böblingen. Mit der verfahrenstechnischen Umsetzung, dem erreichten hohen Trenngrad und der sicheren Arbeitsweise war Eisenmann äußerst zufrieden.

 

Nach deren erfolgreichen Inbetriebnahme erhielt der Hersteller 2010 den ersten größeren Auftrag für den Einsatz des E-Scrub-Verfahrens bei einem renommierten deutschen Pkw-Hersteller, in das zwei baugleiche Dekanter UCE 205 integriert wurden. Diese Dekanter sorgen zuverlässig dafür, dass das Trennmittel auf einem stabilen Niveau bleibt, im Kreislauf wiederverwendet und auf die Abscheideplatten aufgetragen werden kann – für das nächste Auto. Der aus dem Dekanter als Feststoff ausgetragene, trockene Overspray kann fachgerecht entsorgt werden. So können im Zusammenspiel von E-Scrub mit Dekantern zukünftig Kraftfahrzeuge deutlich energieschonender und damit umweltfreundlicher, gleichzeitig aber auch wirtschaftlicher lackiert werden – in den tollsten Farben.

Dekanter UCE 205

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