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GEA Westfalia Separator Group

Ölaufbereitung im weltweit größten Wind-Diesel-Hybrid-Kraftwerk

Jüngste Installation ist eine Mitwirkung am weltweit größten Wind-Diesel-Hybrid-Kraftwerk auf der Karibikinsel Bonaire. Zur autarken Stromerzeugung trägt hier in erster Linie ein neu gebauter Windpark bei. Doch wenn Flaute oder Sturm herrscht oder Verbrauchsspitzen auftreten, muss ein Dieselmotorenkraftwerk als Back-up einspringen, um die Stromversorgung jederzeit zu gewährleisten.

Inhaltsverzeichnis

Die Insel Bonaire, 85 Kilometer vor der Küste Venezuelas, ist geografisch Teil der Kleinen Antillen. Bald wird Bonaire die erste Insel in der Karibik sein, die ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus regenerativen Ressourcen deckt.

Schweröl- und Schmierölaufbereitungsanlage nötig

Dafür ist eine Schweröl- und Schmieröl-Aufbereitungsanlage nötig, die die GEA Westfalia Separator Group ebenso lieferte wie eine Westfalia Separator® ViscoBoosterUnit zur exakten Einstellung der Viskosität des Brennstoffs. In der Anfangsphase ist geplant, das Kraftwerk mit Schweröl zu betreiben. Zukünftig soll dann aber Biodiesel zum Einsatz kommen, um die gesamte Energieversorgung auf der Karibikinsel noch nachhaltiger zu gestalten.

 

Die karibische Region ist besonders stark auf Dieselkraftwerke angewiesen und benötigt dazu die geeignete Kraftstoffaufbereitungstechnik. Von den insgesamt installierten 11,7 GW zur Stromerzeugung wird bereits jetzt rund die Hälfte von Dieselmotorenkraftwerken erzeugt. Bis zum Jahr 2028 wird eine Steigerung der Stromproduktion auf etwa 25 GW erwartet. Nicht umsonst betrachten deshalb die führenden Motorenhersteller den karibischen Raum nach Brasilien als einen der wachstumsstärksten Märkte für Dieselmotorenkraftwerke. Der finnische Motorenbauer Wärtsilä etwa installierte bislang rund 1,5 GW, etwa ein Viertel des Dieselmotorenmarktes, der deutsche Großmotorenhersteller MAN Diesel & Turbo SE gemeinsam mit BWSC (Burmeister & Wain Scandinavian Contractor A/S) etwa 2 GW, also rund ein Drittel des Dieselmotorenmarktes.

 

 

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Windkraft plus Diesel für die Insellage

Mit einer Gesamtfläche von rund 288 km² und ca. 15.000 Einwohnern gehört Bonaire zu den kleineren Karibikinseln. Weiße Strände, türkisblaues Wasser und farbenfroh schillernde Korallenriffe machen diese Insel jedoch zu einem einzigartigen Urlaubsparadies. Jährlich zieht es etwa 50.000 Touristen zum Tauchen und Schnorcheln auf das schöne Eiland. Sie alle brauchen aber trotz der paradiesischen Umstände Energie. Genauer gesagt: 75.000 MWh Strom pro Jahr oder 5,3 MWh pro Einwohner und Jahr in der Spitze, was eine Installation von 11 MW Leistung voraussetzt.

 

So attraktiv der Karibikraum mit seinen ca. 36 Millionen Menschen auch ist, die Stromversorgung der bis zu 7.000 kleineren und größeren Inseln fand bisher fast ausschließlich mithilfe von Dieselaggregaten statt. Für Wasserkraft sind die Inseln zu klein, eine Gasversorgung mit Flüssiggas ist in der Regel nicht gegeben: also Diesel. Steigende Ölpreise bedeuten dann aber auch steigende Strompreise.

 

Oder Wind plus Diesel. Und genau diese für eine nachhaltige Zukunft richtige Lösung haben jetzt MAN Diesel & Turbo SE, der Windanlagenhersteller Enercon und das Planungs- und Beratungsunternehmen Econcern umgesetzt. Die Anlage, bestehend aus einem Windpark mit zwölf Windkraftanlagen und einem Biodieselkraftwerk, versorgt seit Ende 2010 als unabhängiges Grundlastwerk die gesamte Insel mit insgesamt bis zu 25 MW umweltfreundlicher Energie.

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Erneuerbare Energien prädestiniert für die Karibik

Das Modell Bonaire hat Zukunft, und das nicht nur auf den isolierten Insellagen der Karibik. Aufgrund ihrer geografischen Lage ist die sonnen- und windreiche Karibik geradezu prädestiniert für die Nutzung von erneuerbaren Energien in Kombination mit Back-up-Dieselaggregaten zur autarken Stromversorgung. Allein MAN Diesel & Turbo SE installiert aktuell mehr als 3.000 MW Leistung im karibischen und mittelamerikanischen Raum. Aktuell wird das Kraftwerk mit Flüssigkraftstoff betrieben, langfristig soll auf Bio-Fuel umgestellt werden. Damit wird Bonaire die erste Insel in der Karibik sein, die ihren Energiebedarf zu 100 Prozent aus regenerativen Ressourcen deckt.

Nachhaltige Energieversorgung

Die Business Line Energie der GEA Westfalia Separator Group lieferte die Aufbereitungsanlage für die Schweröl- und Schmierölaufbereitung der Wind-Diesel-Kraftwerksanlage, ohne die ein reibungsloser Betrieb nicht möglich ist. Zwei Energy Compact Units 1 mit Separatoren vom Typ OSD 35 erledigen die Schwerölaufbereitung. Weitere fünf Energy Compact Units 1 mit Separatoren vom Typ OSD 6 reinigen das Schmieröl kontinuierlich im Bypass und entfernen Feinstpartikel und Wasser. Eine Westfalia Separator® ViscoBoosterUnit für fünf Motoren stellt zudem Viskosität, Temperatur und Druck des Brennstoffs exakt ein, ein Automatikfiltermodul ergänzt das Lieferportfolio. Damit trägt die GEA Westfalia Separator Group zur nachhaltigen Energieversorgung der Karibikinsel bei.

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Assoziiertes CARILEC-Mitglied

Auch auf den führenden Veranstaltungen der karibischen Energieversorgung zeigt die GEA Westfalia Separator Group Präsenz. Als assoziiertes CARILEC-Mitglied war die Business Line Energie der GEA Westfalia Separator Group im vergangenen Sommer bereits das zweite Mal in Folge auf der CARILEC Engineering Conference, eine der bedeutendsten Veranstaltungen für die karibische Energieindustrie, vertreten. Die Caribbean Electric Utility Services Corporation CARILEC, eine Vereinigung der karibischen Energieversorgungsunternehmen (EVU), umfasst 33 Vollmitglieder aus der Karibik sowie 62 assoziierte Mitglieder.   

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