

In der Licher Privatbrauerei sind Zentrifugen von GEA Westfalia Separator seit Jahrzehnten erfolgreich im Einsatz. Hierzu war in jedem Fall eine gründliche Vorbereitung der einzelnen Projekte erforderlich. Vorversuche und die damit verbundene Beratung durch GEA Westfalia Separator waren für den notwendigen Erfolg von größter Bedeutung.
Zur Optimierung des Whirlpools wird bei Licher seit Jahren sehr erfolgreich eine Hochleistungs-Tellerzentrifuge des Typs SA 100 eingesetzt. Bei der Kühltrubabtrennung sorgt ein Separator des Typs SC 120 für optimale Reproduzierbarkeit, da die alleinige Abtrennung über Flotationstechnik nicht wie erforderlich funktionierte. Die Verbesserung der Qualität der frischen Biere und der Geschmacksstabilität werden durch die guten Ergebnisse der Bierproben eindeutig bestätigt.
Zusätzlich erfolgte in den 1980er-Jahren der Wechsel von offenen Bottichen und liegenden Gärtanks auf zylindrokonische Gär- und Lagertanks (ZKG). Zur gewünschten programmierten Reifung und Lagerung waren hierfür definierte Hefezellzahlen erforderlich, was mithilfe einer GEA Westfalia Separator-Zentrifuge das Typs HSA 200 realisiert wurde. Mit dieser Maschine wurden die Hefezellzahlen nach der Hauptgärung variabel auf den technologisch gewünschten Wert eingestellt, zum Beispiel zwischen 1 und 4 Mio. Hefezellen/ml.
Durch die technologische Weiterentwicklung in Verbindung mit neuen Analyseverfahren zur Qualitätssicherung konnten im Laufe der Zeit Gärung und Reifung in einem Tank durchgeführt werden. Durch die durchweg positiven Erfahrungen mit der bisherigen Verfahrensweise fiel die Entscheidung auf eine noch leistungsfähigere Zentrifuge des Typs GSE 300.
Diese Maschine kann auch Hefezellzahlen unter 1 Mio/ml reduzieren, bevor das Bier in den Lagerkeller geschlaucht wird, und bietet weitere Vorteile: So laufen die Reifungsvorgänge während der Kaltlagerung immer gleichmäßig und kontrolliert ab und die Filterstandzeiten wurden mehr als verdoppelt.

Licher wechselte zur leistungsfähigeren Zentrifuge Typ GSE 300
Heute ist für viele Brauereien auch bei der Hefeweißbierherstellung eine Zentrifuge von großem Vorteil, weil die vom Kunden gewünschte Hefetrübung reproduzierbar eingestellt werden kann. Auch bei der Herstellung von alkoholfreiem Bier oder Malzgetränken oder bei der Bierrückgewinnung kommen in vielen Brauereien Separatoren zum Einsatz. Die Zentrifuge ist in der modernen Brauerei zu einer multifunktionalen Schlüsseltechnologie geworden. Ihre größten Pluspunkte sind:
Das Fazit kann also nur lauten: Zentrifugen in Brauereien – dieses Thema ist auch nach 100 Jahren noch hochaktuell. Daran wird sich sehr wahrscheinlich auch auf lange Sicht wenig ändern.

Bernd Birkenstock wurde 1943 in Essen geboren, wo er auch als 14-Jähriger in der Sternbrauerei seine Ausbildung zum Brauer und Mälzer begann. Die Prüfung zum Braumeister legte er 1965 in der Münchner Doemens-Schule ab. Es folgten zehn Jahre in unterschiedlichen Brauereien und Funktionen, bis er 1975 als Leiter Qualitätssicherung bei Licher anfing. 2002 wurde er zum Geschäftsführer Technik, Verwaltung und Personal berufen. 2007 wurde Bernd Birkenstock nach 32 Jahren erfolgreicher Tätigkeit in der Licher Privatbrauerei in den Ruhestand verabschiedet. Als Technologe setzte Bernd Birkenstock Maßstäbe für die Produktion von erstklassigem Bier in gleichbleibender Qualität: Bernd Birkenstocks Engagement für die Brautechnologie reicht dabei weit über Lich hinaus. Heute zeigt er seine Verbundenheit zur Branche durch seine ehrenamtliche Mitarbeit im Präsidium von Doemens e. V.
Fotos (außer Maschinen): Licher Privatbrauerei Jhring-Melchior GmbH