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GEA Westfalia Separator Group

Back-up für Wasserkraft in Costa Rica

Erste stationäre Westfalia Separator® eagleclass-Anlage


Das kleine mittelamerikanische Costa Rica ist weltweit ein Vorreiter bei Umweltschutz und Nachhaltigkeit. In Garabito an der Pazifikküste nahe der Stadt Puntarenas im Südwesten des Landes entstand jetzt ein Dieselkraftwerk unter Federführung des Großmotorenherstellers MAN Diesel & Turbo SE.

 

Aufbereitung von Schmier- und Schweröl

Die Anlage mit 11 MAN-Dieselmotoren dient als Back-up-Anlage für ein Wasserkraftwerk und kann Elektrizität in einem Umfang von 200 MW in das Stromnetz Costa Ricas einspeisen. Mit dabei sind die Anlagen der GEA Westfalia Separator Group zur Aufbereitung von Schmier- und Schweröl. Die dazu eingesetzten Maschinen sind die ersten Modelle der Westfalia Separator® eagleclass, die im stationären Bereich genutzt werden. Dieses größte Dieselkraftwerk Costa Ricas kann allein bis zu 10 Prozent der Versorgung des ganzen Landes übernehmen.

Jüngstes Projekt ist das Dieselkraftwerk „Garabito“ an der Pazifikküste. Die von MAN gebaute Back-up-Anlage für ein Wasserkraftwerk speist seit 2010 mithilfe von elf MAN-Dieselmotoren Elektrizität im Umfang von 200 MW in das costa-ricanische Stromnetz ein.

„Wir werden ein CO2-neutrales Land sein.“

Schon 2007 formulierte Präsident Oscar Arias Sánchez selbstbewusst seine ehrgeizigen Ziele: „Bis zum Jahr 2021, Costa Ricas 200. Geburtstag, werden wir ein CO2-neutrales Land sein.“ Laut Regierung soll die Nulllinie beim CO2-Ausstoß unter anderem durch die Stilllegung von Kohlekraftwerken erreicht werden. Zudem sollen Autos mit Hybridantrieb gefördert und die Emissionen von Landwirtschaft und Industrie gesenkt werden. Aufgrund seines hohen Umweltstandards ist Costa Rica auch bekannt als „die Schweiz Zentralamerikas“. Costa Rica befindet sich in einem ökonomischen Strukturwandel von einem ursprünglich stark agrarwirtschaftlich geprägten Land hin zu einem Dienstleistungs- und Industriestaat. Wichtigster Devisenbringer ist heute der Tourismus, speziell der Ökotourismus. Daneben wird auch der Hightech-Sektor ausgebaut. Die Industrie der auch politisch stabilen Volkswirtschaft trägt insgesamt bereits mehr als ein Viertel zum Bruttoinlandsprodukt bei. Dies hat direkte Auswirkungen auf den Energiebedarf, der kontinuierlich steigt. Über 90 Prozent des Stroms kommen aus der Kraft von Sonne, Wind und vor allem: Wasser. Allein etwa vier Fünftel der Stromerzeugung stammen aus Wasserkraft. Obwohl Costa Rica im zentralamerikanischen Vergleich landesweit eine besonders hohe Versorgungssicherheit bietet, kommt es dennoch punktuell zu Engpässen. Mit dem Bau kleinerer Kraftwerke aus erneuerbaren Energien will das Land daher den stetig steigenden Strombedarf verlässlich decken. Back-up-Diesel-Kraftwerke überbrücken zudem etwaige Versorgungslücken, die besonders in den Trockenzeiten entstehen können.

Komplette Anlage zur Brennstoffaufbereitung für 200-MW-Dieselkraftwerk

Für das jüngste Dieselkraftwerksprojekt „Garabito“ an der Pazifikküste erhielt die Business Line Energie der GEA Westfalia Separator Group den Auftrag zur Lieferung einer kompletten Brennstoffaufbereitungsanlage, bestehend aus drei anschlussfertigen Energy Compact Units mit jeweils sechs leistungsstarken Separatoren vom Typ OSE 80 für eine effiziente Schwerölaufbereitung sowie elf weiteren Separatoren vom Typ OSE 20 für die Schmierölreinigung und der dazugehörigen Peripherie. Für dieses Projekt lieferte die GEA Westfalia Separator Group als kompetenter Systemanbieter einen wichtigen Beitrag zur Energieversorgung.

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Saubere Energie erfüllt alle Emissionsauflagen

Das Kraftwerk in Garabito besteht aus elf Mittelschnellläufern mit einer installierten Leistung von jeweils 16 bis 20 Megawatt. In Verbindung mit der ohnehin sehr sauberen Verbrennung der 18V48/60-Viertaktmotoren – den leistungsstärksten Viertaktaggregaten im Produktprogramm des Motorenherstellers – wird die Anlage in Garabito mit modernen Abgasnachbehandlungssystemen ausgestattet, damit die strengen Emissionsauflagen Costa Ricas und der Weltbank erfüllt werden. 

 

Costa Rica setzt sowohl beim Tourismus, der zu den größten Einnahmequellen des Landes zählt, als auch bei größeren Investitionen auf nachhaltige Lösungen und Umweltverträglichkeit. Das Garabito-Projekt ist ein wesentlicher Bestandteil im staatlichen Vorhaben, neue Stromerzeugungskapazitäten in Costa Rica zu errichten und die Energieversorgung des Landes sicherzustellen. Die Stromerzeugung des Back-up-Kraftwerks Garabito stellt eine wesentliche Ergänzung der saisonal schwankenden Stromerzeugung aus Wasserkraft dar.

Westfalia Separator® eagleclass für den Kraftwerksbau

Erst der Einsatz von Separatoren ermöglicht es, kostengünstigere Brennstoffe in Kraftwerken zur Energieerzeugung zu nutzen. Sie befreien Rückstandsöle von Verunreinigungen wie Wasser und abrasiven Feststoffen. Verschmutzungen in Brennstoffen sind eine große Risikoquelle für den einwandfreien Betrieb von Dieselkraftwerken. Findet eine Verbrennung dieser Öle im Dieselmotor ohne vorherige Aufbereitung statt, kann das zu einem gravierenden Verschleiß an Einspritzdüsen, Brennstoffpumpen, Zylinderlaufbuchsen und Kolben führen. Und die Qualität des aus der Aufbereitung von Rohölen verbleibenden Schweröls nimmt immer weiter ab. Genau rechtzeitig kam deshalb die neue Westfalia Separator® eagleclass für den Kraftwerksbau auf den Markt. In Garabito kommen die ersten stationären Separatoren dieser Baureihe zum Einsatz.

Separatoren vom Typ OSE

Die neuen Separatoren vom Typ OSE sind neben der höheren Durchsatzleistung und der kostengünstigeren Bauweise auch technologisch weiter gereift, um den Anforderungen der immer komplexeren Kraftstoffe besser gerecht zu werden. Dank seiner neuartigen Features ist gerade der OSE 80 hervorragend geeignet, sowohl die höheren Durchsatzleistungen als auch die geringeren Kraftstoffqualitäten zu bewältigen. Die Westfalia Separator® eagleclass erweist sich als enormer Fortschritt, speziell für motorengetriebene Kraftwerke.

Separator OSE 80

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