Der weltweite Bedarf an Stärke und maßgeschneiderten Stärkeprodukten, hochreinen Proteinen, Fermentationsprodukten und Ethanol aus nachwachsenden pflanzlichen Rohstoffen steigt kontinuierlich. In der Gewinnung pflanzlicher Wertstoffe ist die zentrifugale Trenntechnik eine Schlüsseltechnologie mit erheblichen Potenzialen für die Verbesserung von Produkten und Herstellungsprozessen. Die trenntechnischen Prozesslinien und verfahrenstechnischen Neuentwicklungen von Westfalia Separator stehen für die Erfahrung und Innovationskraft des Technologieführers auf diesem bedeutenden Sektor.
Um den weltweiten Bedarf an Stärkeprodukten zu decken, ist die zentrifugale Trenntechnik ein entscheidendes Element Der industrielle Erfolg wurzelt in der optimalen Verbindung von steigender Produktivität, erstklassiger Qualität und einer vorbildlichen Schonung der Ressourcen. Gewonnen wird Stärke vornehmlich aus stärkereichen Pflanzen wie Weizen, Kartoffeln, Mais, Reis, Erbsen oder Tapioka. Heute zählt man rund 600 verschiedene Stärkeprodukte für eine Vielzahl von Anwendungen wie zur Herstellung von Nudeln, mehlhaltigen Nahrungsmitteln, Traubenzucker, zum Leimen von Papier oder zum Verdicken von Farben, sowie auch zur Herstellung von biologisch abbaubaren Kunststoffen. Die daraus resultierende Erhöhung der Produktionskapazitäten und die Diversifizierungsmöglichkeiten der Endprodukte erfordern modernste Produktionsanlagen. Mit kompletten Prozesslinien zur Stärkegewinnung nimmt Westfalia Separator bis heute die weltweite Technologieführerschaft auf diesem bedeutenden Sektor ein. Die Stärkeproduktion gliedert sich im Wesentlichen in drei unterschiedliche verfahrenstechnische Prozesse: Klassierung, Waschung und Konzentrierung der extrahierten Stärke. Westfalia Separator repräsentiert für jeden dieser Bereiche die notwendige technologische Kompetenz und das entsprechende Equipment.
Pflanzliche Proteine zählen zu den wichtigsten Nährstoffquellen. Gleichzeitig eröffnen die vielfältigen Eigenschaften der Proteine ständig neue Potenziale für die Industrie. Um von dieser Vielfalt wirkungsvoll profitieren zu können, müssen diese wertvollen Substanzen mit einem hohen Reinheitsgrad isoliert werden, damit sie sinnvoll weiter verarbeitet werden können. Auf dieser Basis hat Westfalia Separator bereits diverse Verfahren entwickelt und verbessert bestehende Methoden ständig. Das Ergebnis: integrierte Anlagen- und Prozesslinien, die erneuerbare Rohstoffe schonend behandeln - und das weitgehend automatisch und mit viel geringerem Wasser- und Energieverbrauch, als es jemals früher möglich war.
Westfalia Separator zeigte von Anfang an reges Interesse an der Biotechnologie und trug wesentlich zu deren industrieller Nutzung bei. So ist es wenig überraschend, dass wir schon seit über 110 Jahren Partner der Hefeindustrie sind. Dieses gilt jedoch nicht allein für die Gewinnung klassischer Biotechnologie-Produkte, sondern auch für Anlagen, in denen früher die Verwendung von Zentrifugen eher unüblich war. Ein Beispiel ist die Algenproduktion, wo Westfalia Separator Klärzentrifugen mit dem HydroStop-System einsetzt, welches eine äußerst hohe Trockensubstanz und somit höchstmögliche Produktausbeute gestattet. Für die Produktion von Aminosäuren wie z.B. Lysin entwickelte Westfalia Separator den hydrohermetischen Dekanter zur Entwässerung der Fermentationsbrühe.
Lange Zeit hatte Ethanol seine wichtigste Bedeutung als Rohstoff für Trinkalkohol. Mit der Entwicklung des Bioethanols hat sich das geändert. Als Kraftstoff aus nachwachsenden Rohstoffen startet das Produkt seine zweite Karriere an der Zapfsäule.
Welche Biomasse auch verwendet wird: Ein wesentlicher Schlüssel zur effizienten Verarbeitung liegt in der zentrifugalen Trenntechnik. Westfalia Separator stärkt die Industrie nachhaltig - nicht allein mit hochentwickelten Maschinen, sondern mit individuellen Komplettlösungen. Von der Konstruktion und Installation von Dekantern und Separatoren bis hin zu kompletten Prozesslinien für spezielle Bereiche. Die Wirtschaftlichkeit erstreckt sich dabei neben der eigentlichen Ethanolgewinnung auch auf die effiziente Nutzung wertvoller Nebenprodukte wie Gluten oder Getreideschlempe, die z.B. als hochwertiges Viehfutter verwendet werden kann.
