
GEA Westfalia Separator hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich beide Aufgaben in einem Gesamtprozess auf optimale Weise erfüllen lassen.
Gefördertes Erdöl enthält in der Regel sogenanntes Formationswasser. Dieses Wasser kann einerseits aus unterirdischen Wasserschichten stammen, die sich in unmittelbarer Nähe zu den Ölquellen befinden. Andererseits muss vor allem bei älteren Bohrlöchern Wasser oder Wasserdampf injiziert werden, um das noch vorhandene Öl überhaupt fördern zu können. Auch dieses Wasser entströmt dann zusammen mit dem Erdöl dem Bohrloch.
Nach der Abscheidung vom Öl spricht man vom sogenannten „Produced Water“. In den Vereinigten Staaten z. B. ist die Menge an „Produced Water“ rund achtmal so hoch wie das geförderte Ölvolumen. Umso deutlicher wird, dass dieses ölbelastete Wasser eine erhebliche Umweltgefährdung darstellt. Gleichzeitig muss das Rohöl entwässert und entsalzt werden, weil es sonst nicht von den Raffinerien verarbeitet werden kann.
Nach strengen Auflagen muss „Produced Water“ vor einer Einleitung ins Meer so weit aufbereitet werden, dass der Restölgehalt je nach Region 15 ppm bis 40 ppm beträgt. Ganz andere Forderungen stellt die Industrie an das Rohöl: Wasser, Feststoffe und wasserlösliche Salze müssen vor der Verarbeitung zu Kraftstoffen und anderen Produkten weitgehend aus dem Öl entfernt werden, weil es ansonsten zu Schäden an den Raffinerieanlagen kommen kann.
Mit GEA Westfalia Separator werden beide Probleme in einem Gesamtprozess gelöst. Nach der statischen Trennung des Förderstroms in ölhaltiges Wasser und nasses Rohöl trennen Klär-Separatoren die jeweils unerwünschten Stoffe zuverlässig ab. Besonders interessant sind zentrifugale Entwässerungssysteme für Crude Öle mit hohen Dichten (API 17 und schwerer), da hier die herkömmlichen statischen und elektrostatischen Systeme keine befriedigenden Resultate erzielen.

„Crude Oil“-Entwässerung und „Produced Water“-Entölung