
Schmier- und Hydrauliköle müssen kontinuierlich von Wasser und Schmutzpartikeln befreit werden, da die eingetragenen Fremdstoffe zu Korrosion, Verstopfungen und Fehlfunktionen der Systeme führen können. Wird die zentrifugale Trenntechnik von GEA Westfalia Separator im Bypass zum Zirkulationssystem eingesetzt, sorgt das saubere Öl für einen dauerhaft reibungslosen Betrieb.
Die Separatoren sind in der Lage, Metallpartikel bis zu 1 μm zuverlässig zu entfernen. Die Industrie profitiert von längeren Lagerstandzeiten, einer höheren Maschinenverfügbarkeit, sowie verringerten Einkaufs- und Entsorgungskosten beim Öl.
In der Stahlindustrie z. B. wird Schmieröl zur Walzenlagerung eingesetzt. Als Schmieröl wird sogenanntes Morgoil verwendet, das sich durch hohes Demulgiervermögen, gute Korrosionsresistenz und hohe Hitzestabilität auszeichnet. Beim Walzprozess dringt durch die offenen Lager Wasser in das Öl ein. Die Aufgabe der Separatoren besteht darin, sowohl dieses Wasser als auch winzigste Metall- und Staubpartikel aus dem Morgoil zu entfernen.
Separatoren von GEA Westfalia Separator separieren Metallpartikel bis zu 1 μm, das entspricht der Größe eines Bakteriums. Organische Partikel werden aufgrund des geringeren Dichteunterschieds zu Wasser in Größenordnungen bis zu 5 μm abgetrennt. Das nach der Separation im Öl verbleibende Wasser beläuft sich auf weniger als 0,1 Vol.-Prozent, d. h. mehr als 99,9 Vol.-Prozent sind reines Schmieröl.
Der Einsatz des Separators reinigt das Öl besser und wesentlich schneller, als das z. B. mit einem herkömmlichen Absetzbecken möglich wäre. Durch die gleichbleibend hohe Qualität des Schmieröls verlängern sich die Standzeiten der Walzlager um das vier- bis fünffache.

Schmieröl im Bypass zum Zirkulationssystem
Ähnlich gestalten sich die positiven Effekte auf Walzlager in der Papierindustrie. Im Papierherstellungsprozess sind die Lager einem hohen Kontaktdruck und Spannungen bei relativ hohen Temperaturen ausgesetzt. Wird das Schmieröl mit Wasser und Feststoffen angereichert, stellt sich im Laufe der Zeit ein unzulässig hoher Schmutzpegel ein. Die eingetragenen Feststoffpartikel können langfristig die Qualität der Laufflächen beeinträchtigen, so dass sich kein Schmierfilm bilden kann. Die hohe Reibleistung führt dann zu einem starken Temperaturanstieg an den Laufflächen, wodurch der Reibwiderstand noch weiter ansteigt. Die durch Verschleiß verursachte Beschädigung schreitet progressiv fort, bis Maschinenschäden zu ungeplanten Stillständen führen.
Auch hier liegt die Lösung in Separatoren, die den Feststoff- und Wasseranteil rechtzeitig aus dem Schmieröl abtrennen. Praxiserfahrungen haben gezeigt, dass die Schmierölpflege die Standzeit der Walz- und Gleitlager erheblich erhöht. Der reduzierte Produktionsausfall und wesentlich geringere Kosten für Ersatzteile und Reparaturen machen die „Metallfraß-Prophylaxe“ zu einer lohnenden Investition.