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GEA Westfalia Separator Group

Tapioka- / Maniok- / Cassavastärke

Die aus den Wurzeln der Cassavapflanze gewonnene Stärke ist als Tapiokastärke oder auch als Maniok- bzw. Cassavastärke bekannt. Sie ist nach Mais der zweitwichtigste Stärkelieferant der Welt. Zudem kann Tapiokastärke mit der gleichen Reinheit wie Kartoffelstärke im industriellen Maßstab produziert werden. Aufgrund ihrer exzellenten Eignung als Lebensmittelstärke bieten sich viele neue Applikationen in hochwertigen Nahrungsmitteln.

 

So wächst die Nachfrage nach Tapioka stetig und die Einsatzgebiete werden immer vielfältiger – angefangen in der Lebensmittelindustrie als Süß-, Eindick- oder Stabilisierungsmittel über die Papierindustrie bis hin zur Textilverarbeitung. Die faserhaltige Pülpe wird außerdem als Futtermittel verwendet, und das Frucht- und Prozesswasser kann als Substrat zur Biogasgewinnung eingesetzt werden.

 

Prozesslinien der GEA Westfalia Separator Group sind für alle industriellen Aufgaben der Tapiokaverarbeitung ausgelegt. Die Dekanter und Düsen-Separatoren dienen der Fruchtwasser-Abscheidung, der Stärke- und Pülpe-Entwässerung, der Stärke-Vorkonzentrierung, der Stärkewaschung und –rückgewinnung sowie der Schlamm-Separierung.

Integrierte Prozesslinie der GEA Westfalia Separator Group zur Gewinnung von Tapioka- / Maniok- / Cassavastärke

Integrierte Prozesslinie von GEA Westfalia Separator zur Gewinnung von Tapioka- / Maniok- / Cassavastärke

Für die Verarbeitung von Tapioka kommt die 2- oder 3-Phasen-Technologie in Frage. Beim 2-Phasen-Prozess, der ebenfalls mit GEA Westfalia Separator Group realisiert werden kann, wird die Rohstärkemilch in die zwei Phasen konzentrierte Stärke und Fruchtwasser getrennt – eine ebenso einfache wie gute Regelung.

 

Je nach spezifischem Umfeld kann die 3-Phasen-Technologie jedoch noch weit mehr Vorteile generieren. Diese Technologie ist in der Lage, mit der gleichen Anzahl an Separatoren eine höhere Stärkequalität, einen geringeren Feinfasergehalt und weniger lösliche Rückstände im Endprodukt zu gewährleisten.

 

Der 3-Phasen-Düsen-Separator trennt die Stärkemilch in die Phasen Stärke, Fasern und Fruchtwasser auf. Die Konsequenz ist, dass weniger Siebe zur Abtrennung der Feinfasern nötig sind. Insgesamt arbeitet der 3-Phasen-Prozess also mit weniger Trennstufen, weniger Frischwasser und weniger Energie.

 

Die gewaschene und aufkonzentrierte Stärkemilch wird mittels Vakuumdrehfilter entwässert und danach getrocknet. Die Entwässerung der Feinfasern und der Pülpe aus den Extraktionssieben erfolgt durch einen Dekanter. Die entwässerte Pülpe kann entweder getrocknet oder direkt nach dem Dekanter als Futtermittel aus dem Prozess abgeführt und verwendet werden.