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GEA Westfalia Separator Group
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Sojaprotein

Die Sojabohne enthält zu ~ 40 Prozent Protein und ist der bedeutendste Proteinlieferant der gesamten Pflanzenwelt. Dieses Eiweiß enthält außerdem genau die Aminosäuren, die der Mensch benötigt, aber nicht im eigenen Körper herstellen kann. Viele tausend Lebensmittel enthalten deshalb Sojaprotein, dazu zählen diätetische Lebensmittel, Bäckereizutaten, Süßwaren ebenso wie Sportdrinks und Babynahrung. Daneben kommt das Protein auch in technischen Produkten wie wasserlöslichen Farben, Textilien und Kunststoffen, in Kosmetika oder Verpackungsfolien zum Einsatz.

 

Sojaprotein lässt sich als Konzentrat und Isolat gewinnen. Für beide Varianten setzt die Industrie Prozesslinien von GEA Westfalia Separator ein, die eine große Produktreinheit sicherstellen – bei hoher Ausbeute und optimaler Anlagenhygiene. Die verbesserte Proteingewinnung geht einher mit niedrigem Frischwassereinsatz und einem verminderten Abwasseraufkommen.

 

Für die Gewinnung von Sojaproteinkonzentrat müssen die Sojaflocken zunächst mit Säure und Prozesswasser vermischt werden, bevor eine 3-stufige Waschung einsetzt. Jede dieser Waschstufen ist dadurch gekennzeichnet, dass im Anschluss an die Waschung ein Dekanter den Feststoff von der flüssigen Phase separiert. Die Oberläufe der Dekanter werden in Gegenstromfahrweise als Prozesswasser genutzt, so dass sich dadurch der Gesamtwasserverbrauch der Anlage reduziert.

Integrierte Prozesslinie von GEA Westfalia Separator zur Gewinnung von Sojaproteinkonzentrat

Integrierte Prozesslinie von GEA Westfalia Separator zur Gewinnung von Sojaproteinkonzentrat

Das so aufkonzentrierte Protein-Faser-Gemisch enthält nach zusätzlicher Neutralisation, Pasteurisierung und Trocknung einen Proteingehalt von mindestens 65 Prozent.

 

Das zweite Schema zeigt das Verfahren für Sojaproteinisolat. Hier kommen Zentrifugen von GEA Westfalia Separator auf insgesamt fünf Prozessstufen zum Einsatz.  

Integrierte Prozesslinie von GEA Westfalia Separator zur Gewinnung von Sojaproteinisolat

Integrierte Prozesslinie von GEA Westfalia Separator zur Gewinnung von Sojaproteinisolat

Zu Beginn werden die Proteine 2-stufig aus den Sojaflocken extrahiert. Die in der zweiten Stufe abgetrennten Fasern, welche noch gebundenes und unlösliches Protein enthalten, finden als Tierfutter Verwendung. Das im Oberlauf der 1. und 2. Dekanter-Stufe gelöste Protein wird nach der Extraktion der Fällungsstufe zugeführt. Bei der Fällung bilden sich Proteinflocken, die von einem Dekanter konzentriert werden. Die im Oberlauf verbleibenden Proteine können von einem Klär-Separator zurückgewonnen werden, um die Ausbeute an verwertbarem Protein zu erhöhen und die Belastung des Abwassers zu reduzieren. Gleichzeitig entsteht als Nebenprodukt Molke, welche noch eingedampft und als Melasse in einem Fermentationsprozess eingesetzt werden kann.

 

Das Protein aus Dekanter und Separator wird dann der Waschstufe zugeführt. Die Konzentration der in Lösung befindlichen Kohlenhydrate wird durch die Waschung reduziert und damit wird der Proteingehalt entsprechend erhöht. Nach weiteren Verfahrensschritten wie der Neutralisation und der Pasteurisierung bzw. UHT verlässt das Sojaproteinisolat den Sprühtrockner in Pulverform mit einem Proteingehalt von über 90 Prozent.

Prozesslinie für Sojaprotein

Prozesslinie für Sojaprotein