
Ribonukleinsäure, kurz RNA genannt, ist eine Nukleinsäure, die sich aus vielen Nukleotiden zusammensetzt. Im Gegensatz zur Doppelhelix der Desoxyribonukleinsäure (DNA) ist die RNA einsträngig. Zu ihren wichtigsten Funktionen in der Zelle zählen die Kopie genetischer Informationen von der DNA und die Übersetzung in Proteine. RNA ist für die Produktion bewährter Medikamente wie Nystatin (gegen Pilzinfektionen) ebenso wichtig wie für die Entwicklung neuer Wirkstoffe.
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Für die Gewinnung von RNA wird Hefeextrakt benötigt, das wiederum aus fermentierter Melasse gewonnen wird. In einem ersten Separationsprozess haben Düsen-Separatoren zunächst die Aufgabe, die Hefezellen aus der Fermentationsflüssigkeit zu separieren. Um eine möglichst saubere, von allen Fermentationsresten befreite Hefezelle zu erhalten, ist eine 2-bis 3-stufige Anlage zum Trennen und Waschen der Zellen notwendig.
Nachdem nun das Hefekonzentrat vorliegt, muss die Hefezelle aufgebrochen werden. Dieser Schritt erfolgt mit Hilfe von Enzymen und einer Salzlösung in der sogenannten Autolysis. Sind die Hefezellen aufgebrochen und die intrazellulären Bestandteile in die freie Flüssigkeit überführt worden, gilt es, die RNA-haltige Flüssigkeit von Zellfragmenten zu trennen. Auch für diesen (mehrstufigen) Separationsprozess werden Düsen-Separatoren eingesetzt. Die reine RNA als Rohstoff für die Pharmazie und andere Industriezweige wird anschließend durch Fällung gewonnen. Nach Kondensation und Trocknung liegt ein Pulver vor, das nur noch verpackt werden muss.