
Der vor allem in Indien und dem Fernen Osten, in kleinerem Maßstab auch in den USA, Südeuropa und vielen anderen Ländern angebaute Reis enthält je nach Art bis zu 75 Prozent Stärke. Damit zählt die Pflanze zu den weltweit bedeutenden Stärkelieferanten.
Aufgrund der sehr kleinen Partikelgröße, der weißen Farbe und dem neutralen Geschmack ist Reisstärke für die stärkeverarbeitende Industrie von besonderem Vorteil. So wird Reisstärke z. B. für die Herstellung von Dragees und Kautabletten mit weichem oder hartem Überzug verwendet, um eine besonders glatte Oberfläche zu erreichen. Auch für die Lebensmittel- und Kosmetikindustrie hat Reisstärke eine große Bedeutung.
GEA Westfalia Separator unterstützt das Nassverfahren, mit dem aus gebrochenem Reis reine Stärkemilch gewonnen wird. 3-Phasen-Düsen- Separatoren für die Waschung spielen dabei eine zentrale Rolle.

Integrierte Prozesslinie von GEA Westfalia Separator zur Gewinnung von Reisstärke nach dem Nassverfahren
Im ersten Schritt des Nassverfahrens muss der gebrochene Reis unter dem Einfluss einer Laugenlösung rund zwölf Stunden einweichen und aufquellen. Dadurch bekommt das Nährgewebe eine elastischere Struktur und lässt sich überhaupt erst aufspalten. Die Desintegration erfolgt in Mühlen und bricht das Nährgewebe so auf, dass die trennbaren Komponenten in einer Suspension vorliegen.
In der folgenden Extraktionsstufe werden aus der Suspension alle größeren Pflanzenfasern abgetrennt, so dass die Suspension nur noch die Stärkepartikel, Feinfasern und Proteinrückstände beinhaltet. Nachdem diese Stärkerohmilch entsandet und von groben Unreinheiten befreit worden ist, folgt eine 3-stufige Stärkekonzentrierung und -waschung mit 3-Phasen-Düsen-Separatoren, die den Volumenstrom in reine Stärkemilch, Feinfasern und eine Proteinlösung separieren. Für die abschließende Entwässerung der Stärkemilch kommen Dekanter zum Einsatz.
Um eine höhere Ausbeute zu erzielen, wird der Siebdurchschlag aus der Feinfasersiebung wieder in den Waschprozess zurückgeführt. Die Proteinfraktion aus der ersten Waschstufe wird zur Proteingewinnung einem weiteren Prozessschritt unterzogen. Die Schalen- und Faserrückstände aus der Extraktion und der Siebung können als Viehfutter verwertet werden.