
Bis in das späte 20. Jahrhundert hinein war Rapsöl – auch als Rüböl bekannt – nicht für den menschlichen Verzehr geeignet, weil es die gesundheitsschädliche Erucasäure enthielt. Mit dem Anbau von erucaarmen Spezialzüchtungen ist dann eine grundlegend neue Situation entstanden. Heute gehört Rapsöl, das vor allem in Zentraleuropa, Kanada, China und Indien gewonnen wird, zu den weltweit bedeutenden Speiseölen.
Um reines Rapsöl zu produzieren, hat GEA Westfalia Separator die patentierte TOP-Entschleimung entwickelt. Der Anteil der unerwünschten Phosphatide kann mit diesem Verfahren auf ebenso einfache wie schnelle Weise auf < 10 ppm reduziert werden. Das Verfahren zeichnet sich durch eine sehr einfache Prozessführung und extrem kurze Reaktionszeiten bei optimalem Entschleimungsgrad aus.

Prozesslinie zur Gewinnung und Raffination von Rapsöl am Beispiel der TOP-Entschleimung und physikalischen Entsäuerung
Nachdem ein Dekanter von GEA Westfalia Separator das Pressöl geklärt und ein Separator die hydratisierbaren Phosphatide aus der Wasserentschleimung abgetrennt haben, setzt die TOP-Entschleimung ein. Dabei findet eine Hydratisierung der Phosphorlipide statt.
Die Schleimstoffe werden anschließend in einer 2-stufigen Separationsphase abgetrennt. Der erste Separator separiert die größeren Partikel und der nachfolgende Hochleistungs-Klär-Separator die kleineren. Um Ölverluste zu vermeiden, werden die abgetrennten Schleimstoffe zusammen mit dem vor den Klär-Separator zugegebenen Wasser aus der zweiten Separationsstufe in den Zulauf des vorherigen Separators zurückgeführt, der die feinen Partikel zusammen mit den größeren Phosphatiden abscheidet.
In einer abschließenden Stufe wird das Rapsöl vakuumgetrocknet, gebleicht und kann dann physikalisch entsäuert werden.