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GEA Westfalia Separator Group
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Olivenöl

Der „Nektar der Götter“ gilt als gesündestes Pflanzenöl und ist dementsprechend begehrt in den Küchen der Welt. Die Agrarunternehmen in den wichtigsten Anbauländern wie Spanien, Italien, Griechenland oder der Türkei etc. stehen heute unter einem großen Wettbewerbsdruck. Für sie kommt es darauf an, mit dem geringstmöglichen Energieaufwand die höchstmögliche Ausbeute zu erzielen und dabei eine erstklassige Produktqualität zu sichern. Daneben wird aber auch der Umweltschutz immer wichtiger.

 

GEA Westfalia Separator unterstützt die Unternehmen mit innovativen Prozessen wie z. B. mit der 2-Phasen- oder 3-Phasen-Ölgewinnung oder mit der Tresterverarbeitung. Dabei können alle Kapazitäten derselben hohen Qualität bewältigt werden.

 

Das Anfang der 90er Jahre von GEA Westfalia Separator entwickelte 2-Phasen-System kommt ohne Wasserzugabe zur Verdünnung aus und produziert entsprechend weniger Abwasser.

Komplette Prozesslinie von GEA Westfalia Separator mit 2-Phasen-Ölgewinnung und 3-Phasen-Tresterverarbeitung

Komplette Prozesslinie von GEA Westfalia Separator mit 2-Phasen-Ölgewinnung und 3-Phasen-Tresterverarbeitung

Nach dem Entblättern und Waschen werden die Oliven in Hammermühlen mit Siebgrößen von 5 bis 7 mm fein vermahlen und die Maische bei max. 28 bis 33 °C malaxiert, also gerührt, um das Öl aus den Fruchtpartikeln zu lösen. Für die daran anschließende 2-Phasen-Trennung entwickelte GEA Westfalia Separator einen Dekanter mit einer Spezialschnecke, die die Maische in Öl und Trester trennt.

 

Neben der Abwasserreduzierung gegenüber früheren Verfahren sprechen auch die hohe Ausbeute und die erstklassige Produktqualität für dieses Verfahren. Die im Jahre 2001 eingeführten Dekanter mit Westfalia Separator® cetec-Technologie haben die Ausbeute noch einmal um 1 bis 2 Prozent-Punkte erhöht.

 

Ein weiterer Vorteil ist die Gewinnung von wertvollen Nebenprodukten durch die Aufbereitung des Tresters. Üblicherweise wird dabei das im Trester noch vorhandene Restöl teilweise durch eine zweite Dekanter-Stufe zurückgewonnen, die Separierung des Tresters erfolgt in Olivenkerne und Pülpe. Während die Kerne als hochwertiges Brennmaterial für die Ölmühlen oder die Keramikindustrie selbst in Frage kommen, kann die kernlose Pülpe nach der Trocknung als Dünger oder ballaststoffreicher Futtermittelzusatz verkauft werden.

Prozesswasseraufbereitung durch Borras-Verfahren

Darüber hinaus hat GEA Westfalia Separator gemeinsam mit einer spanischen Ölmühle ein spezielles Dekanter-Verfahren entwickelt, mit dem sich auch das Prozesswasser gezielt aufbereiten lässt. Obwohl die 2-Phasen-Technologie kein Verdünnungswasser benötigt, wird in anderen Prozessstufen – wie bei jedem Verfahren – auch Wasser verbraucht. Benötigt werden rund 200 Liter pro Tonne verarbeiteter Oliven. Dieses Prozesswasser fällt z. B. noch als öl- und feinstpartikelhaltiges Abwasser an. Durch Absetzung oder durch Flotation aufkonzentriert, spricht man von Rückschlamm (Borras ≅ Bodensatz).

 

Wurde diese Mischphase bisher mehr oder weniger verworfen, öffnet das Borras-Verfahren neue Perspektiven. Indem die Mischphase parallel zur Ölgewinnung mit einem zusätzlichen 3-Phasen-Dekanter aufbereitet wird, ist auch das darin enthaltene Olivenöl mit nahezu identischer Qualität zu gewinnen. Ein 3-Phasen-Dekanter mit hoher Trennschärfe separiert sowohl das Restöl als auch die Feinstpartikel aus der Mischphase.

 

Insgesamt bietet das Borras-Verfahren drei wesentliche Vorteile: Erstens reduziert es das Abwasservolumen um 15 Prozent. Zweitens sinken alle für die Bewertung eines Abwassers relevanten Parameter, so dass die Abwassergebühren entsprechend geringer ausfallen. Drittens gewinnt die Ölmühle bis zu 0,5 Prozent Öl zusätzlich bezogen auf die verarbeitete Olivenmenge.