
Die weltweit größte Menge an Stärke wird aus Mais gewonnen. Die Giganten der Branche sind heute in der Lage, bis zu 15.000 Tonnen Mais pro Tag zu verarbeiten. Komplette Prozesslinien mit Dekantern und Separatoren von GEA Westfalia Separator sind auch für solch hohe Durchsatzleistungen ausgelegt. Zu den Aufgaben zählen die Mühlenstärke-Eindickung, die Primärseparation, die Stärkewaschung und -Entwässerung, die Middling-Separation (Stärkerückgewinnung) sowie die Glutenkonzentration und die Feinfaser-Entwässerung. Verarbeitet werden Mais, Maisgrits, Maismehl oder CCM / Silagemais.
Eine besondere Innovation stellt der DiscDekanter von GEA Westfalia Separator dar: Er kombiniert die Vorteile von Dekanter und Separator in einer Maschine und spart dadurch bisherige Prozessstufen in der Glutenverarbeitung.

Integrierte Prozesslinie von GEA Westfalia Separator zur Gewinnung von Maisstärke und Maisgluten
Bei der Stärkegewinnung aus Mais gilt es, insbesondere die Stärke aus dem Zellverband zu lösen, ohne dabei den Keimling zu schädigen und somit die extrahierte Maisstärke mit einem möglichst geringen Fettgehalt zu gewinnen. Aus diesem Grund wird in herkömmlichen Verfahren der Mais vor der Verarbeitung unter Zugabe von Schwefeldioxid einem 30- bis 50-stündigen Quellprozess unterzogen, um das Maiskorn in seiner Struktur amorph zu machen und eine effiziente Trennung von Stärke und Gluten zu erreichen. Diese Trennung erfolgt in der Primärseparation durch einen hocheffizienten Düsen-Separator. Nachdem die Stärkephase mit Hilfe von Hydrozyklonen gewaschen wurde, wird sie entwässert und getrocknet bzw. in eine Verzuckerung gefahren.
Das Maisgluten wird nach der Aufkonzentration des Dünnglutens durch einen Düsen-Separator von einem DiscDekanter entwässert und anschließend getrocknet. Der DiscDekanter kombiniert die Fähigkeiten von Dekanter und Separator in einer Maschine und stellt damit eine Innovation dar, die für die Stärkeproduzenten mit weitreichenden Vorteilen verbunden ist: Bisher mussten bei der Entwässerung von Maisgluten die Feinstpartikel, die ein Dekanter als feststofforientierte Maschine nicht erfassen kann, in einer nachgeschalteten Stufe abgeschieden werden. Das ist jetzt nicht mehr notwendig. Der DiscDekanter hat ein spezielles Tellerpaket, mit dem sich alle relevanten Feinstpartikel effektiv separieren lassen. Diese Feinstpartikel werden in den Feststoffraum des Dekanters zurückbefördert und mit dem Feststoff ausgeschieden. Mit weniger als 2 g Feststoff pro Liter erreicht die Klarphase Prozesswasserqualität – ein Wert, der mit einem herkömmlich eingesetzten Vakuumfilter nicht erzielt werden kann.
Ein zusätzlicher Vorteil ergibt sich aus der Konsistenz des abgeschiedenen Gluten-Feststoffs. Während ein Vakuumfilter ein sehr komprimiertes Produkt liefert, produziert der DiscDekanter einen trockenkrümelnden Feststoff, der sich wesentlich besser trocknen lässt. Die Trockenstufe kann somit entsprechend kleiner dimensioniert werden.