
Die Kartoffel ist nicht nur ein hervorragender Stärkelieferant. Das Fruchtwasser, das bei der Stärkeproduktion entsteht, enthält hochwertiges und damit wertvolles Protein. Dieses Protein lässt sich von der Stärkeindustrie in weiteren Verfahrensschritten gewinnen, um damit z. B. als Futtermittel zu handeln. Dieser Extraprozess bringt für die Industrie außerdem eine deutliche Reduzierung der Abwasserlast mit sich.
Je nach Prozessführung kann in den Stärkeanlagen der GEA Westfalia Separator Group bis zu 95 Prozent des Kartoffelfruchtwassers abgetrennt und der Proteingewinnung zugeführt werden.
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Das Fruchtwasser gelangt dabei unter Druck und Sauerstoffabschluss direkt in die Eiweißanlage, wodurch negative Begleiterscheinungen wie starke Schaumbildung und Oxydation des Produkts verhindert werden. Nach einer Vorwärmung mit Plattenwärmetauschern sorgt die Säure-Hitzekoagulation für die Ausflockung des Kartoffelproteins.
Anschließend erfolgt die effiziente Entwässerung des Proteins durch Dekanter, die speziell auf diese Anwendung ausgelegt sind und eine maximale Entwässerung des Koagulats sowie eine optimale Klärung des Restabwassers erzielen. Eine Förderschnecke transportiert das entwässerte Kartoffelprotein zur Trocknungsstufe. Danach kann das Proteinpulver handelsfertig verpackt werden.
Das geklärte Restfruchtwasser wird im Gegenstrom in die Vorwärmphase zurückgeführt. Auf diese Weise kann ein Großteil der enthaltenen Wärmeenergie zur Vorwärmung des Fruchtwassers verwendet werden und muss nicht kostenintensiv von außen zugeführt werden.
Das Restfruchtwasser ist Abwasser, das auf Feldern verregnet, in Eindampfanlagen verdampft oder auch in Kläranlagen entsprechend gereinigt werden kann.