
Die Spanne an möglichen Endprodukten, die mit Hilfe von Hefeextrakt produziert werden, reicht vom Geschmacksverstärker über Brotaufstrich bis hin zu Futterhefe. Als Ausgangsmaterial zur Gewinnung dieses intrazellulären Produkts dienen auf den jeweiligen Bestimmungszweck ausgerichtete Frischkulturen oder Nebenprodukte fermentativer Prozesse wie z. B. entbitterte Bierhefen.
Die Hefezellen können thermisch, mechanisch, chemisch oder enzymatisch lysiert, d. h. gebrochen und perforiert werden. Anschließend trennen Düsen-Separatoren von GEA Westfalia Separator das Extrakt von den Zellschalen. Es handelt sich grundsätzlich um einen mehrstufigen Prozess im Gegenstromverfahren. Standardlösungen gibt es dabei nicht, weil Aspekte wie z. B. die Separierbarkeit des Produkts, der Waschwasserbedarf oder die Ausbeute des Extrakts individuell und kundenspezifisch berücksichtigt werden müssen.
Um die Trennstufe optimal auszulegen, müssen die jeweiligen Prozess- und Produktparameter berücksichtigt werden, so zum Beispiel die Dichte der Flüssigkeit und des Feststoffs, die Partikelgröße und Viskosität. Grundsätzlich kann die mehrstufige Gegenstromwaschung als der am häufigsten eingesetzte Prozess angesehen werden. Die Düsen-Separatoren der HFA-Generation sorgen hier für optimale Kläreffizienz.
Ist zusätzlich, z. B. bei einer Abkühlung noch eine Ausfällung von Protein gewünscht, stehen optional selbstentschlammende Hochleistungs-Klär-Separatoren vom Typ HSB zur Wahl.

Integrierte Prozesslinie von GEA Westfalia Separator zur Gewinnung von Hefeextrakt
Das Optimum wird durch eine 4-stufige Separation erzielt. Die zu separierende Zellschalensuspension wird über ein Drehbürstensieb dem ersten Separator zugeführt, um die Separatoren vor Beschädigung oder Düsenblockaden durch grobe Partikel zu schützen. Bereits der Zulauf des ersten Separators wird mit dem Klarlauf des zweiten Separators versetzt.
Anschließend wird das Konzentrat einer jeden Trennstufe gemäß dem Gegenstromverfahren mit dem Klarlauf der jeweils nachfolgenden Stufe verdünnt. Frischwasser wird nur zur Waschung des Konzentrats aus dem dritten Separator hinzugegeben.
Die so abgetrennten, werthaltigen löslichen Elemente aus der Zellschalensuspension werden in den sich anschließenden Prozessschritten thermisch aufkonzentriert, bevor sie schließlich zur Verpackung gelangen.
Durch zusätzliche Waschstufen lässt sich der Frischwasserverbrauch weiter senken, ohne dass dabei der Wascheffekt reduziert wird. Die damit verbundene geringere Verdünnung des Extrakts wirkt sich positiv auf die Energiebilanz nachfolgender thermischer Konzentrierungsverfahren aus und trägt so maßgeblich zum ökonomischen Gesamtprozess bei.