
In der fleischverarbeitenden Industrie entstehen weltweit enorme Abfallströme. Die biologisch hoch belasteten Abwässer besitzen darüber hinaus jedoch auch noch einen großen Anteil an verwertbaren Fetten und Proteinen, die es aus wirtschaftlichen Gründen zu gewinnen gilt. GEA Westfalia Separator bietet ein ausgereiftes Verfahren an, das ökologisch wie ökonomisch überzeugt.

Aufbereitung von Flotationsschlämmen
Das fett- und proteinhaltige Abwasser wird in der Flotationsanlage ausgefällt – in Form von Flotatschlamm, der sich nach oben hin absetzt. Ein Skimmer nimmt den flotierten Schlamm dann von der Wasseroberfläche ab. In der nachfolgenden Prozessstufe findet eine Erwärmung auf etwa 90 °C statt. Dabei koagulieren die Proteine und das Fett wird freigesetzt. Ein 3-Phasen-Dekanter kann den Schlamm nun trennen in die Bestandteile Fett, Feststoff und Wasser. Die Wasserphase lässt sich zur Produktvorwärmung über die Vorwärmstufe bis hin zur Flotation im Gegenstrom nutzen. Es ist möglich, das gewonnene Fett in einem Separator nachzupolieren und als technisches Fett zu handeln. Das von Fett und Feststoff befreite Abwasser kann jetzt der biologischen Abwasserreinigung zugeführt werden. Durch die Zurückgewinnung des verloren gegangenen Fetts und die Reduzierung der Schlammmenge entsteht den Betreibern damit ein doppelter Vorteil. Ist kein freies Fett im Abwasser vorhanden, lässt sich alternativ auch ein Klär-Dekanter einsetzen, um die anfallende Schlammmenge deutlich zu reduzieren.