
Fettarmes Proteinhydrolysat aus Fisch gehört zu den besonders zukunftsträchtigen Produkten. Zu den Absatzfeldern zählen Aquakulturen ebenso wie Betriebe aus Kälbermast oder Schweine- und Geflügelzucht, die es als hochwertiges Futtermittel einsetzen. Auf diesen Sektoren kann das Produkt aufgrund seiner besseren Verwertbarkeit, und der damit verbundenen schnelleren Gewichtszunahme der Tiere, andere Futtermittel ersetzen.
Aufgrund seiner hohen Wasserlöslichkeit ist Proteinhydrolysat in der Agrarindustrie auch als flüssiges Düngemittel einsetzbar. Darüber hinaus ist es als Lebensmittelzusatz für die menschliche Ernährung ebenfalls sehr vielversprechend. Das gewonnene Produkt zeichnet sich durch seinen extrem niedrigen Fettgehalt von unter einem Prozent aus.
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Das Verfahren beginnt mit einer enzymatischen Behandlung des vorzerkleinerten Materials in einem Reaktionstank bei einer Temperatur von etwa 50 °C und einer Verweilzeit von einer Stunde. Der enzymatische Prozess verändert die Proteine, indem die aus langkettigen bestehenden Proteinmoleküle in kleinere Komponenten geteilt werden. Hierdurch ändern die Proteine auch ihre Eigenschaften: Aus unlöslichen Proteinen werden wasserlösliche. Auch die biologische Verwertbarkeit wird auf diese Weise erhöht. Durch gezielte Auswahl der Enzyme und Prozessbedingungen lassen sich außerdem Eigenschaften wie Geschmack und Konsistenz exakt einstellen.
Die enzymatisch aufgeschlossenen Fischabfälle gelangen anschließend zum 3-Phasen-Dekanter, der die Suspension in Ölphase, unlösliche Feststoffe und die Hauptphase mit den wasserlöslichen Proteinen trennt. Ölphase und proteinhaltige Phase werden anschließend in Separatoren nachpoliert. Bei der Polierung der proteinhaltigen Phase kommt ein Separator mit hoher Drehzahl und sehr großer Klärfläche zum Einsatz. Er erlaubt es, einerseits die Löslichkeit der Proteine zu erhöhen, indem er dispergierte Proteine entfernt. Andererseits trennt er auch noch feinste Fetttröpfchen ab und gewinnt auf diese Weise ein Proteinhydrolysat mit weniger als einem Prozent Fett in der Trockenmasse.