
Während bei anderen Leguminosen wie Soja oder Lupinen die Gewinnung von Proteinen im Vordergrund steht, ist die Erbse auch ein wichtiger Stärkelieferant. GEA Westfalia Separator unterstützt das Nassverfahren, mit dem die Gewinnung beider Wertstoffe – Stärke und Protein – in einem Prozess abläuft.
Neben Dekantern zur Extraktion und Entwässerung werden 3-Phasen-Düsen-Separatoren und Klär-Separatoren verwendet, so dass sich die ganze Bandbreite des Unternehmens in diesem Verfahren widerspiegelt.

Integrierte Prozesslinie von GEA Westfalia Separator zur Gewinnung von Erbsenstärke und Erbsenprotein
Die gereinigten Erbsen quellen unter dem Einfluss von Natronlauge auf, werden aufgeschlossen und anschließend einer doppelten Extraktionsstufe zugeführt. Bereits in der ersten Extraktionsstufe separiert der Dekanter eine reine Proteinflüssigkeit, aus der im Nebenstrom mit Hilfe von Säure und Wärme die Proteine ausgefällt werden. Um eine möglichst hohe Ausbeute an Erbsenprotein zu erzielen, durchlaufen die gefällten Proteine zunächst einen Dekanter zur Entwässerung und dann einen Klär-Separator. Das entwässerte Protein gelangt direkt zur Trocknung.
Bevor die Erbsenstärke im Hauptstrom gewaschen werden kann, müssen noch die gröberen Pflanzenfasern extrahiert werden. Auch hier wird nichts verschenkt: Die gröberen Fasern aus der Extraktion werden genau wie die aus der ersten Waschstufe abgetrennten Feinfasern von einem Dekanter entwässert und getrocknet, so dass sie als Nebenprodukt gehandelt werden können. Für den 3-stufigen Waschprozess werden 3-Phasen-Düsen-Separatoren der neuesten Generation verwendet. Abschließend wird die Stärkerohmilch von einem Dekanter entwässert und getrocknet.