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GEA Westfalia Separator Group
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Verarbeitung von Beiprodukten

Aus dem Waschwasser der Fischkonserven-Fabriken lassen sich ebenso nennenswerte Wertstoffe gewinnen wie aus dem Pumpwasser, mit dessen Hilfe die Fische aus dem Laderaum der Schiffe an Land gepumpt werden. Neben der Rückgewinnung von Wertstoffen geht es dabei auch darum, die Abwasserlast zu reduzieren, sowie den Wasserbedarf und den Energieverbrauch zu senken. Dekanter von GEA Westfalia Separator spielen eine zentrale Rolle bei der Aufbereitung von Waschwasser und Pumpwasser – ökonomisch wie ökologisch.

 

In Fischkonserven-Fabriken fallen relativ große Abwassermengen mit hohen biologischen Lasten an. Entsprechend hoch sind die Belastungen der Unternehmen auf der Entsorgungsseite. GEA Westfalia Separator hat ein verfahrenstechnisches Konzept auf den Weg gebracht, um dieses Problem auf zeitgemäße Weise zu lösen. Beim Befüllen und dem anschließenden Verschließen von Konserven mit eingelegten Fischprodukten treten jeweils geringe Öl- bzw. Saucenmengen über, die vor dem Verpacken mit Heißwasser abgespült werden müssen. Wenige Milliliter pro Konserve genügen, um in der Summe eine immense Menge an Waschwasser zu verbrauchen. Viele Unternehmen haben deshalb bereits Flotationsanlagen installiert, in denen durch Einblasen von Luft Feststoffe und Öl, an Blasen gebunden, an die Oberfläche flotieren. Dieser fetthaltige Schlamm wird bislang kostenintensiv entsorgt.

 

GEA Westfalia Separator geht einen Schritt weiter und bereitet den öl- und feststoffhaltigen Schlamm auf.

Aufbereitung von Konservenwaschwasser

Aufbereitung von Konservenwaschwasser

Im ersten Schritt wird der Schlamm in einem Tank auf Hochtemperatur gebracht – energieschonend durch Wärmerückgewinnung. Dabei koagulieren die Proteine, das Öl wird freigesetzt. Ein 3-Phasen-Dekanter trennt den Schlamm in Öl, Feststoff und Wasser. Die Wasserphase, die noch gewisse Feststoffanteile aufweist, wird zunächst zur Produktvorwärmung im Gegenstrom genutzt, fließt dann abermals in den Flotationstank. Das gewonnene Öl kann in einem Separator nachpoliert und als Rohstoff zum Beispiel an die Farbenindustrie verkauft werden. Das von Öl und Feststoff befreite Spülwasser ist jetzt nicht mehr biologisch hoch belastet und kann deutlich günstiger entsorgt werden.

Aufbereitung von Fischpumpwasser

Häufig werden zum Entladen der Schiffe Pumpen eingesetzt. Um die Fischmasse pumpfähig zu machen, wird Wasser zugefügt. Wird dabei Frischwasser verwendet, wie es vor allem in Europa üblich ist, soll das Pumpwasser möglichst lange rezirkuliert werden, um die Menge an Frischwasser möglichst gering zu halten.

 

Suspendierte Feststoffe werden im 2-Phasen-Dekanter von GEA Westfalia Separator abgetrennt und der Fischmehl-Produktionslinie zugeführt.

Pumpwasserverfahren mit Frischwasser

Pumpwasserverfahren mit Frischwasser

Auf diese Weise wird der Frischwasserverbrauch reduziert und die Produktivität erhöht. Dieser Prozess ist in sich geschlossen, da am Ende des Pumpvorgangs auch die verbleibende Pumpwassermenge dem Fischmehl-Prozess zugeführt wird. So wird Abwasser vermieden und gleichzeitig die Verluste minimiert.

 

Kommt Seewasser zum Einsatz, trennt ein 3-Phasen-Dekanter das Flotat in Wasser, Öl und Feststoffe. Während das Wasser zurück ins Meer geleitet wird, wird das Fischöl zu einem Lagertank befördert. Die Feststoffphase gelangt ebenfalls zur Fischmehlproduktionslinie. Neben der höheren Ausbeute an Fischöl und Fischmehl tragen die Zentrifugen hier auch zur Reduzierung der biologischen Abwasserlast bei.