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GEA Westfalia Separator Group
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Laktose

Laktose (Milchzucker) ist ein wichtiges Nebenprodukt aus der Kuhmilch. Sie ist zu 4,7 g pro Liter in Kuhmilch gelöst und wird im Euter der Kuh produziert. Chemisch gesehen gehört Laktose zur Familie der Di-Saccharide und setzt sich aus einem Molekül Galaktose und einem Molekul Glukose zusammen.

Anwendungsgebiete für Laktose

In der Industrie ist Laktose vielseitig gefragt, zum Beispiel:

 

  • In der Lebensmittelindustrie
  • Als Füllmittel bei Lebensmitteln
  • Als Fettbindemittel in der Backindustrie
  • In der pharmazeutischen Industrie
  • Als Füll-, Binde- und Adsorptionsmittel
  • Zum Überziehen von Pillen und Tabletten

Prozesslinie zur Gewinnung von Laktose

Mit seinem verfahrenstechnischen Know-how ermöglicht GEA Westfalia Separator die effiziente Gewinnung von Milchzucker: Durch Konzentration, Kristallisation und Waschung wird in den Prozesslinien Milchzucker besonders wirtschaftlich und zuverlässig gewonnen. 

Prozesslinie zur Gewinnung von Laktose für die pharmazeutische Industrie und die
											Lebensmittelindustrie

Prozesslinie zur Gewinnung von Laktose für die pharmazeutische Industrie und die

Das traditionelle Ausgangsprodukt für die Laktoseherstellung ist Süß- oder Sauermolke – meistens als Permeat. Das Permeat hat den Vorteil, dass die Molkenproteine bereits entfernt sind und dadurch eine einfachere Prozessführung bei besseren Ausbeuten erreicht wird. Die Reinheit der Ausgangsstoffe kann durch eine Nanofiltration und eine De-Kalzium-Phosphatierung nach dem Prinzip von GEA Westfalia Separator vor der Eindampfungsstufe in den Prozess erhöht werden.

Steigerung der Ausbeute durch verbesserte Verfahrenstechnik

Die Ausbeute hängt in erster Linie vom verwendeten Ausgangsmaterial, der Kristallisierung und Verfahrenstechnik ab. Durch die Integration der Nanofiltration, der De-Kalzium-Phosphatierung, sowie einer Elektrodialyse und einem Ionenaustausch in den herkömmlichen Prozess lässt sich die Ausbeute jedoch noch signifikant steigern.

 

Normalerweise wird das Rohmaterial zu einer Trockensubstanz von rund 60 Prozent eingedampft. Anschließend wird das Konzentrat in speziellen Kristallisationstanks kristallisiert. Diese Prozessstufe dauert zwischen 12 und 30 Stunden.

 

Nun wird das kristallisierte Molkenkonzentrat bei einer Idealtemperatur von 10 bis 12 °C einem ersten Dekanter zugeführt, der die Laktosekristalle mit einer Trockensubstanz von 85 bis 88 Prozent abtrennt. Die abgeschleuderte Mutterlauge hat eine Trockensubstanz von 27 bis 30 Prozent.

 

Nachdem die separierte Laktose mit Waschwasser verdünnt und die Trockensubstanz dadurch auf etwa 60 Prozent reduziert worden ist, erhöht ein zweiter Dekanter die Trockensubstanz wiederum auf rund 90 Prozent. Das Waschwasser wird dabei mit einem Trockengehalt von 8 bis 10 Prozent abgetrennt.

 

Anschließend wird das Konzentrat getrocknet zerkleinert, gesiebt und in Säcke verpackt.

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