
Auch aus der Molke lassen sich wertvolle Nebenprodukte gewinnen, wie die von GEA Westfalia Separator entwickelte De-Kalzium-Phosphatierung (DCP-Prozess) zeigt. Darunter versteht man die gezielte Entfernung bzw. Gewinnung von Kalziumphosphat aus Molke oder Molkenpermeat. Auf diese Weise lässt sich wertvolles Kalzium gewinnen und die Molke gleichzeitig veredeln.
Der DCP-Prozess ist in den vergangenen Jahren aus mehreren Gründen immer wichtiger geworden. Zum einen lässt sich durch die Separierung von Kalziumphosphat wertvolles Kalzium gewinnen, das als Nahrungsergänzungsmittel z. B. für Milchprodukte, Säfte oder Cerealien eine erhebliche Marktbedeutung hat. Bedenkt man, dass die weltweit produzierte Menge an Molke sich schätzungsweise zwischen 100 und 120 Millionen Tonnen jährlich bewegt, wird verständlich, welch großes Potenzial sich daraus für die Kalziumgewinnung ergibt.
Zum anderen wird durch die Entfernung von Kalziumphosphat aber auch die Molke selbst veredelt. Denn wenn Molke erhitzt wird, setzt sich ein Großteil des Kalziumphosphats an den Wänden von Erhitzern oder Verdampfern ab und bildet zusammen mit anderen Salzen, Eiweiß und Fett einen hartnäckigen Belag, der als Milchstein bezeichnet wird. Durch die Entfernung des Kalziumphosphats bildet sich weniger Milchstein, so dass die CIP-Zyklen der chemischen Reinigung verlängert werden können.
Last but not least wird auch die Produktion von Laktose optimiert – ein wichtiger Vorteil im Vorfeld einer späteren Laktosegewinnung.

Gewinnung von Kalziumphosphat (DCP-Prozess)