
Für eine Aufbereitung von Abwasser aus Gerbereibetrieben werden Dekanter von GEA Westfalia Separator eingesetzt, die eine anschließende biologische Behandlung optimal vorbereiten.
Gerbereien gehören zu den Industriezweigen mit dem höchsten Wasserverbrauch. Um aus einer Tonne Rohmaterial gutes Leder herzustellen, werden erfahrungsgemäß bis zu 60 Kubikmeter Wasser benötigt. Entsprechend hoch ist natürlich auch das Abwasservolumen. Hinzu kommt, dass die Abwässer stark alkalisch und organisch hochbelastet sind. Eine Direkteinleitung bzw. die Aufbereitung in kommunalen Kläranlagen ist deshalb ohne entsprechende Vorbehandlung der Abwässer nicht möglich.
Die Lederherstellung gehört zu den ältesten menschlichen Tätigkeiten überhaupt. Auch die moderne Industrieproduktion ist dabei nach wie vor auf einen extrem hohen Einsatz von Brauchwasser angewiesen. Das Wasser wird nicht nur als Transportmittel innerhalb der Produktion benötigt, sondern auch für so unterschiedliche Aufgaben wie das Enthaaren oder Einweichen der Rohleder. Entsprechend ausgeprägt ist die Abwasserproblematik – in europäischen Herstellerländern wie Italien und Spanien genauso wie in China, Indien, Korea, Brasilien oder den USA, um nur die bedeutendsten Produzenten zu nennen.
Aufgrund der spezifischen Produktionsverfahren ist das Abwasser nicht nur stark alkalisch (pHWert 10), sondern auch mit Chemikalien wie Sulfit und Chrom belastet, sowie einem hohen Anteil an organischen Stoffen. Daraus resultiert, dass Gerbereiabwasser in der Regel nicht direkt in öffentliche Abwasseranlagen eingeleitet werden kann. Eine biochemische Aufbereitung der Abwässer ist deshalb heute in vielen Betrieben Standard. Eine wichtige Rolle spielen dabei auch Dekanter von GEA Westfalia Separator.

Abwasseraufbereitung in Gerbereien
Nachdem das Abwasser aus dem Gerbereiprozess gesammelt und mit einem Polymer versetzt worden ist, trennen die Dekanter im kontinuierlichen Verfahren alle organischen Feststoffe wie z.B. Haare aus dem eingedickten Schlamm ab. Die abgeschleuderten Feststoffe können kompostiert werden und finden u. a. Verwendung für gärtnerisch oder forstwirtschaftlich verwendete Flächen. Die flüssige Phase wird anschließend biologisch behandelt. Der dabei entstehende Schlamm wird in den Entwässerungsprozess zurückgeführt, während das Abwasser problemlos an herkömmliche kommunale Kläranlagen weitergeleitet werden kann.
Die Vorteile der Dekanter liegen nicht nur in der optimalen Entwässerungsleistung, sondern auch in einem geringen Verbrauch an Spülwasser. Bei dem geschlossenen System können außerdem keine Aerosole austreten, die Mensch und Umwelt gefährden würden.