
Während für den Hobbygärtner die Kompostierung von organischen Abfällen zur Rückführung von natürlichem Dünger in den Nährstoffkreislauf genügt, ist in der Abfall- und Entsorgungswirtschaft eine andere Behandlungsweise vonnöten. Seit Mitte der 90er Jahre hat sich hier die innovative Methode der anaeroben Bioabfall-Vergärung etabliert. Diese Technologie hat sich nicht nur im Hinblick auf aktiven Umweltschutz und Ressourcenschonung bewährt. Auch die energetischen und kreislaufbezogenen Vorteile dieses Verfahrens treten positiv hervor. Dekanter von GEA Westfalia Separator leisten in diesem Kontext einen wichtigen Beitrag.

Installationsbeispiel einer Nassvergärung
Nach sorgfältiger Reinigung von allen Fremdstoffen wie Kunststoff, Metall oder Textilien werden die gesammelten Bioabfälle bis auf eine Größe unter 60 mm zerkleinert, mit Wasser versetzt und bei 70 °C innerhalb einer Stunde hygienisiert. Nach Abscheidung von Sand und einer weiteren Zerfaserung kann dieses Bioabfall-Wasser-Gemisch mit einer Korngröße von jetzt weniger als 10 mm im Faulturm anaerob fermentieren.
Ein nicht unwesentlicher Nebeneffekt bei der Vergärung ist die Entstehung von Biogas, das nach Trocknung und Reinigung verstromt werden kann und damit den Eigenbedarf an Energie der Vergärungsanlage mehr als deckt.
Bei der Entwässerung der ausgefaulten Biomasse aus dem Fermenter trennen Dekanter von GEA Westfalia Separator Feststoffpartikel ab und entwässern sie zu einer rieselfähigen trockenen Konsistenz. Der vom Dekanter ausgetragene Feststoff bildet mit seinen wertvollen organischen Bestandteilen einen hochwertigen Dünger, der sich für den Einsatz im Gartenbau, in der Land- und Forstwirtschaft hervorragend eignet. Das klare Zentratwasser fließt zurück in den Gärungs-Prozess.