
Gasturbinen in Kraftwerken werden mit Diesel-, Roh- oder Schweröl betrieben. Alle diese Öle müssen nicht nur entwässert, sondern auch von wasserlöslichen Salzen und abrasiven Feststoffpartikeln befreit werden, die den Turbinenschaufeln und damit auch dem Gesamtbetrieb des Kraftwerks gefährlich werden können. GEA Westfalia Separator bietet für alle Treibstoffe effiziente Aufbereitungsanlagen an, in denen selbstreinigende Separatoren jeweils das Herzstück bilden.
Raffineriedestillate werden häufig als Dieselöl für Gasturbinen eingesetzt. Reine Destillate entsprechen in ihren Eigenschaften Gasen. Die Kontamination mit Spurenelementen wie Kalium, Natrium, Blei oder Vanadium ist in diesem Fall sehr gering. Dafür wird der Treibstoff während des Transports häufig mit Sand, Staub und Wasser kontaminiert. Und das in Größenordnungen, die häufig das Spezifikationslimit der Gasturbinen überschreiten.
Um die Kontaminierung auf ein möglichst geringes und den Vorgaben der Turbinenhersteller gerecht werdendes Maß zurückzuführen, reicht in der Regel eine einstufige Separation. Diese Separation findet in der Regel bei normalen Umgebungstemperaturen statt. Bei Destillaten von hoher Viskosität bzw. bei zu niedrigen Umgebungstemperaturen kann es sinnvoll sein, das Öl vor dem Zulauf zu erhitzen.
Als Alternative zum Dieselöl wird inzwischen mehr und mehr Rohöl aus den unterschiedlichsten Quellen für den Turbinenantrieb eingesetzt. Auch wenn es bereits vorgereinigt und entgast angeliefert wird, ist die Qualität für eine Verbrennung noch nicht ausreichend. Um eine sichere Protektion der Turbinen zu gewährleisten, müssen die Rohöle effizient von Wasser und anderen Fremdstoffen gereinigt werden. Unter normalen Umständen ist dabei ebenfalls eine einstufige Separation ausreichend. Aufgrund des niedrigen Flammpunktes sollten die Zentrifugen allerdings in explosionsgeschützter Auslegung zum Einsatz kommen.
Bei der Aufarbeitung von Schwerölen, die aufgrund ihres relativ niedrigen Preises immer häufiger in Turbinenkraftwerken verwendet werden, empfiehlt sich hingegen eine 2-stufige Aufbereitung mit den selbstreinigenden Separatoren. Nicht zuletzt deshalb, weil Schweröle in der Regel höhergradig mit schädlichen Spurenelementen wie Natrium und Kalium kontaminiert sind. Mit einer kontinuierlichen, 2-stufigen Separation wird ein Reinheitsgrad erzielt, der den Vorgaben der Turbinenhersteller optimal entspricht.