
Die Kultivierung von tierischen Zellkulturen ist für die pharmazeutische Industrie von zunehmendem Interesse. Mit diesen Zellen lassen sich Proteine in ihrer wirksamen Form (Quartärstruktur) darstellen. Im Vergleich zur Herstellung mit Mikroorganismen (Bakterien / Hefen) können somit Downstream-Prozessschritte deutlich verringert werden. Zudem werden Risiken, wie z. B. Infektionen bei der Gewinnung von Humanproteinen, vermieden.
Bei diesen Verfahren muss besonderes Augenmerk auf die Auswirkung von Umgebungseinflüssen wie die Scherbelastung auf Verhalten und Produktivität von Zellen gelegt werden. Vor diesem Hintergrund wurden die Trennungsprozesse optimiert, um Schereinflüsse auf die Zelle zu reduzieren. Daher gewinnt dieses Verfahren für die Industrie zunehmend an Bedeutung.
Der von GEA Westfalia Separator entwickelte „Hydrohermetische Zulauf“ reduziert die Scherkräfte auf ein Minimum. In Zusammenarbeit mit der Universität Bielefeld ist dies getestet und publiziert worden. Typische Zellkulturen, die verarbeitet werden, sind CHO-, BHK-, Hybridoma- und Insektenzellen.

Gewinnung tierischer Zellkulturen