
Dekanter von GEA Westfalia Separator finden Anwendung in GCC- und PCC-Prozesslinien. Die Gewinnung hochreiner Partikel bis in den Nano-Bereich geschieht nach strengsten Qualitätsanforderungen in der Branche.
Kalziumkarbonat nutzt man in einem weit gefächerten Anwendungsbereich. Außer dem Einsatz als Füllstoff für Farben und Kunststoffen spielt es auch eine wichtige Rolle als Beschichtungsmaterial in der Papierindustrie. CaCO3 aus Marmor ist der ideale Farbstoff bei der Herstellung von ultraweißem Mehrschichtpapier in Fotodruck-Qualität.
Für die Klassierung, Sortierung und Entwässerung von Kalziumkarbonat werden Intelligente Bearbeitungstechniken benötigt. Produktqualität und Marktpreis werden bestimmt durch Partikelgröße und Reinheit. Entscheidend dabei ist die Konzentration der wertvollen Partikel mit Feinheit von < 2 μm und eine möglichst dichte Partikelverteilung. Außerdem ist eine hohe Flexibilität im Verfahren sicher zu stellen, um unterschiedliche Qualitätsstufen produzieren und höhere Ausbeute erzielen zu können.
Grundlegend wird unterschieden zwischen gemahlenem Kalziumkarbonat (Ground Calcium Carbonate - GCC) und gefälltem Kalziumkarbonat (Precipitated Calcium cabonate - PCC). Beim herkömmlichen GCC-Verfahren werden zunächst Marmorblöcke zermahlen und dann je nach Verwendungszweck klassiert und entwässert. Im innovativen PCC-Verfahren geht man genau umgekehrt vor. Dort werden Einzelkristalle in einem Reaktor mittels Kalziumdioxyd-Zugabe zum Akkumulieren gebracht und anschließend entwässert. GEA Westfalia Separator unterstützt beide Verfahren mit präzise zugeschnittenen Prozesslinien.

Gewinnung von gemahlenem Kalziumkarbonat (Ground Calcium Carbonate - GCC)

Herstellung von gefälltem Kalziumkarbonat (Precipitated Calcium Carbonate - PCC)
Die neue Dekantergeneration ist speziell ausgelegt für die Gewinnung von Partikeln im Mikro- und Nanobereich. Die kontinuierliche Betriebsweise unterstützt eine Feststoff-Flüssig-Separierung und Klassierung nach Partikelgrößen und Flüssigkeits-Dichten. Durch die äußerst präzise Klassierungsschärfe ist es möglich, die Partikelgrößenverteilung stets exakt auf die jeweiligen Qualitätsanforerungen abzustimmen. Eine zusätzliche, zweite Klassierungsstufe bietet dabei den Vorteil, etwaige Produktverluste ohne allzu großen Aufwand umzusetzen in noch höhere Qualität.
Eine anschließende Entwässerung der superfeinen Partikel bis auf eine Trockensubstanz von über 70% sorgt für eine kontrollierte, stabile Feststoffkonzentration. Durch die Klärung wird zusätzlich der Anteil Verunreinigungen minimiert. Am Ende entsteht in jedem Fall ein hochreines, pastöses Produkt, welches alle Anforderungen des Papierherstellers perfekt erfüllt.