
Mit dem Pektin-Prozess von GEA Westfalia Separator steht den Produzenten heute eine ebenso produktschonende wie effiziente Extraktion zur Verfügung.
Pektin (aus dem Griechischen „pektos“ = gerinnen) kommt in allen höheren Landpflanzen vor. Besondere Bedeutung haben dabei Citrusfrüchte, die in ihrer Schale über eine ungewöhnlich hohe Konzentration von Pektinstoffen im Flavedo und Albedo (etwa 25 Prozent Feuchtmasse der gesamten Citrusfrucht) verfügen. Das aus den Citrusschalen gewonnene Pektin wird hauptsächlich als Geliermittel in der Lebensmittelindustrie verwendet, daneben aber auch für Produkte der Pharma- und Kosmetikbranche. Die Weltproduktion an Reinpektin beläuft sich schätzungsweise auf etwa 35.000 Tonnen, davon allein rund 70 Prozent aus Citrusschalen.
Nach einer speziellen Vorbehandlung der frischen Schalen und der Lagerung in mechani-sierten Silos werden die getrockneten Schalen gemahlen und dem Extraktionsprozess zugeführt. Die Extraktion der Pektinstoffe erfolgt durch verschiedene Säuren bei einem pH-Wert von 1 bis 3, einer Temperatur zwischen 65 °C und 85 °C und einer Extraktionszeit von 0,5 bis 6 Stunden. Die Extraktion liefert einen Rohextrakt mit 0,3 bis 1 Prozent Pektin. Das Trennen dieser viskosen Lösung von der stark verquollenen und teilweise desintegrierten Trestermasse ist das technologische Schlüsselproblem der Pektin-Industrie.

Pektin-Gewinnung
Im abgebildeten Schema des Pektin-Prozesses von GEA Westfalia Separator wird diese Aufgabe durch die Kombination von mehreren Dekantern und einer Filterpresse bewältigt. Anschließend durchläuft das Extrakt den Separator und einen Anschwemmfilter, bevor die Pektinfällung durch Isopropanol stattfindet. Das überschüssige Fällungsmittel wird dann durch einen gasdichten Dekanter separiert, bis ein trockenes Citrus-Reinpektin mit guter Lagerfähigkeit übrigbleibt.